Finanzhilfen während der Coronakrise

Neustarthilfe Plus

Seit dem 16.7.2021 können Anträge auf Neustarthilfe Plus gestellt werden. Zunächst als Direktantrag für natürliche Personen, später auch durch einen prüfenden Dritten für Kapitalgesellschaften und Genossenschaften. 

Die Neustarthilfe Plus beträgt maximal 4.500 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften sowie maximal 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften.


Die Antragstellung ist noch möglich bis zum 31.10.2021.
 

Zugang zum Antrag unter:

FAQ des BMWI:

20.07.2021

Corona-Hilfen im Härtefall

Bundesregierung und Bundesländer haben einen gemeinsam finanzierten Corona-Härtefallfonds in einer Gesamthöhe von 1,5 Mrd. Euro für 2021 aufgelegt, aus dem Betriebe Unterstützung erhalten können, die keinen Zugang zu den bisherigen Corona-Hilfen erhalten haben und nicht erhalten konnten.

Es handelt sich dabei um Ermessensleistungen der Bundesländer, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Die Höhe der Förderung hängt unter anderem von der Belastung im Einzelfall ab. Sie orientiert sich in der Regel an den sonstigen Unternehmenshilfen des Bundes, insbesondere an den förderfähigen Fixkosten. Die Härtefallhilfe sollte im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen. In begründeten Ausnahmefällen kann auch eine höhere Förderung zugesagt werden.

Der Antrag ist ausschließlich durch einen prüfenden Dritten zu stellen.

21.05.2021

Förderung von Investitionen in der Holzwirtschaft

22.03.2021

Dipl.-Wirtschaftsjurist Carsten Isensee

Telefon 0421 30500-309
Telefax 0421 30500-319
isensee.carsten@hwk-bremen.de

Aktuelle Informationen zur Überbrückungshilfe III

Zukunftstechniken werden gefördert

Überbrückungshilfe III gilt auch für Investitionen in Digitalisierung

Erstattungsfähig sind nach Auskunft der Bremer Aufbau-Bank einmalige Kosten von bis zu 20.000 Euro. Als Investitionen in Digitalisierung zählen neben Anschaffungskosten in IT-Hardware zum Beispiel auch der Aufbau eines Onlineshops oder Eintrittskosten bei großen Plattformen.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich Unternehmen aus allen Gewerken und Branchen, Solo-Selbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen. Voraussetzung für eine Erstattung sind Corona-bedingte Umsatz-einbrüche von mindestens 30 Prozent in einem Monat im Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021.

Die Antragstellung erfolgt durch einen prüfenden Dritten, zum Beispiel Steuerberater, Anwaltskanzleien oder Wirtschaftsprüfer bis zum 31. August 2021.

19.03.2021

Für Fragen zu den Förderprogrammen

Dipl.-Wirtschaftsjurist Carsten Isensee

Telefon 0421 30500-309
Telefax 0421 30500-319
isensee.carsten@hwk-bremen.de

Für Fragen rund um die Digitalisierung

Julia Heisler
Digitallotsin

Telefon 0421 30500-107
julia.heisler@handwerkprojekt.de

Aktuelle Informationen zur Neustarthilfe für Soloselbständige

Am 12.02.2021 wurde die Überbrückungshilfe III freigeschaltet. Seit dem 16.02.2021 nun kann auch der lange angekündigte pauschale Betriebskostenzuschuss für Selbständige, die sogenannte Neustarthilfe, beantragt werden.

In einem ersten Schritt ist jedoch erst einmal die Antragstellung für Soloselbständige gestartet, die als natürliche Personen selbständig tätig sind. Antragstellungen für Soloselbständige, die als Personen- oder Kapitalgesellschaften organisiert sind, sollen in Kürze möglich sein.

Voraussetzung für eine Inanspruchnahme ist neben der Soloselbständigkeit, dass bislang keine Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III geltend gemacht wurden.
Zusätzlich muss eine starke Corona-Betroffenheit gegeben sein.

Höhe der Neustarthilfe: Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 Euro.

Die volle Neustarthilfe wird gewährt,  wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während des Förderzeitraums Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Referenzumsatz um mehr als 60 Prozent zurückgegangen ist. Der Referenzumsatz ist im Normalfall das Sechsfache des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes des Jahres 2019.

Auszahlung: Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausgezahlt. Die Begünstigten verpflichten sich bei Beantragung zu einer Endabrechnung durch Selbstprüfung nach Ablauf des Förderzeitraums.

Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei mehr als 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Liegt der erzielte Umsatz bei 90 Prozent oder mehr, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden stichprobenhaft Nachprüfungen statt.

Mittelverwendung: Für die Verwendung der Neustarthilfe gibt es keine Vorgaben. Sie wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Antragstellung: Die Antragstellung erfolgt ohne Einbindung prüfender Dritter. Das Antragsformular sowie die FAQs finden Sie unter nachfolgendem Link:

Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz

Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen nach §56 Abs. 1 und §56 Abs. 1a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG)

Arbeitgeber und Selbstständige können eine Erstattung von Verdienstausfällen beantragen. Der Antrag gilt für Verdienstausfälle, die Ihnen oder Ihren Arbeit-nehmer*innen wegen einer behördlich angeordneten Quarantäne oder eines Tätigkeitsverbots entstanden sind.

  • Arbeitnehmer*innen erhalten die Entschädigung in den ersten sechs Wochen als Lohnfortzahlung von ihren Arbeitgebern. Ab der siebten Woche müssen sie selbst einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, um weiterhin eine Entschädigung zu erhalten.
  • Arbeitgeber können sich die Entschädigung anschließend auf Antrag zurückerstatten lassen. Sie können Anträge für mehrere Arbeitnehmer*innen gemeinsam stellen.
  • Selbstständige können den Antrag selbst stellen.

Anträge müssen spätestens 12 Monate nach Beginn des Tätigkeitsverbots oder dem Ende der Quarantäne gestellt werden. Für die Wahrung der Antragsfrist kommt es darauf an, dass die Antragsunterlagen bei der zuständigen Behörde auf Landesebene eingegangen sind.

Den nötigen Antrag können Sie direkt Online stellen oder als PDF auf der Website https://ifsg-online.de  herunterladen.

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit bedeutet, dass für einen Teil der Beschäftigten oder alle Beschäftigten in einem Betrieb vorübergehend nicht mehr genug Arbeit da ist und sie ihre Arbeit vorübergehend verringern oder ganz einstellen müssen.
Um eine Kündigung zu vermeiden, kann dann Kurzarbeitergeld beantragt werden. Das Geld entspricht ungefähr dem Arbeitslosengeld - wird aber vom Betrieb gezahlt, der das von der Arbeitsagentur erstattet bekommt. Damit wird schlechte Auftragslage überbrückt.

Wirkung

Arbeitnehmer_innen behalten ihre Jobs und Arbeitgeber werden von Lohnkosten entlastet. Unternehmen behalten auch in der Flaute ihr eingearbeitetes Personal.

Bedingung zum Erhalt

Es gibt ein paar Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Kurzarbeit können Unternehmen beantragen, die aufgrund unverschuldeter wirtschaftlicher Ursachen wie

  1. Lieferengpässen bei benötigten Produktionsteilen
  2. oder anderer nicht beeinflussbarer (unabwendbarer) Ereignisse
  • kurzfristig in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten,
  • ihre Beschäftigten dadurch nicht mehr voll auslasten können,
  • und bei denen mindestens 10 % der im Betrieb Beschäftigten mindestens 10 % ihres Lohns einbüßen.


Mit den neuen Vorschriften durch das Eilgesetz der Bundesregierung können noch mehr Betriebe Kurzarbeit nutzen. Bisher musste mindestens ein Drittel der im Betrieb Beschäftigten von einem Arbeits- und Lohnausfall betroffen sein. Künftig reichen 10 %. Hinzu kommt, dass nun auch die Sozialversicherungsbeiträge voll erstattet werden. Denn auch in Kurzarbeit sind Beschäftigte weiter in den Sozialversicherungen gemeldet. Bisher mussten die Arbeitgeber diese Beiträge selbst übernehmen.

Voraussetzung zum Erhalt

Voraussetzung für Kurzarbeitergeld sind "wirtschaftliche Ursachen" und die sogenannten "unabwendbaren Ereignisse".

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Unternehmen nur im Notfall Kurzarbeitergeld beanspruchen können und nicht etwa bei normalen Betriebsrisiken.
Wirtschaftliche Ursachen meinen die Einflüsse, die nicht in der Verantwortung des Betriebes liegen.
Beim Coronavirus kann hiervon gesprochen werden, wenn beispielsweise Teile ausbleiben, nicht ersetzt werden können und Bänder stillstehen.

Unter "unabwendbare Ereignisse" fallen beispielsweise Hochwasser. Hierzu zählen auch die Anordnungen der Gesundheitsämter.

Kündigung

Kommt es aufgrund einer behördlichen Anordnung (im allgemeinen eine Allgemein-verfügung) zur einer Betriebsschließung, zieht dieses in der Regel eine Reihe von Rechtsfolgen nach sich.

Antrag Kurzarbeitergeld - die Stammnummer

Die Kug-Stammnummer wird von der zuständigen Agentur für Arbeit vergeben.
Sie finden die Stammnummer im Bewilligungsbescheid unter Mein Zeichen.

Das BMF und das BMWi haben zur Abfederung der Auswirkungen auf das Coronavirus erleichterte Zugangsvoraussetzungen geschaffen. Das Kurzarbeitergeld wird nun deutlich flexibler. Auch gibt es die Möglichkeit von Steuerstundungen, welche in Anspruch genommen werden können.


Weitere Informationen und Anträge zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier:

Weitere Informationen und Anträge für steuerliche Hilfsangebote finden Sie hier:

Steuerliche Maßnahmen zur Entlastung

Das Finanzresort hat Steuerliche Maßnahmen, die zur Entlastung beitragen umgesetzt. Hierzu gehören:

  • Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer auf Antrag
  • Zinslose Stundung fälliger Steuerzahlungen
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen

Hier erhalten Sie Kontaktdaten:

Finanzamt Bremen

Telefon 0421 361-90909 / 0421 361-95096
corona@fa-hb.bremen.de

Finanzamt Bremerhaven

Telefon 0471 596-99000
corona@finanzamtbremerhaven.bremen.de

Landeshauptkasse

corona@lhk.bremen.de

KfW-Programm / Schnellkreditprogramm

Das Schnellkreditprogramm richtet sich an Unternehmen, unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten. Die Beschäftigtenanzahl spielt seit dem 09.11.2020 nur noch eine Rolle in der Höhe des maximalen Darlehnsbetrages:

  • Maximal 300.000 Euro pro Unternehmensgruppe bis einschließlich 10 Beschäftigte beim antragstellenden Unternehmen.
  • Maximal 500.000 Euro pro Unternehmensgruppe mit mehr als 10 bis einschließlich 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen.
  • Maximal 800.000 Euro pro Unternehmensgruppe mit mehr als 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen.

Um eine aufwendige Kreditprüfung bei den Hausbanken umgehen zu können, die sich bisher als Flaschenhals erwiesen hat, wird der Schnellkredit mit einer 100prozentigen Haftungsfreistellung versehen. Auch auf eine Hereinnahme von Sicherheiten können die Hausbanken verzichten.

Die Hausbanken müssen keine Bewertung über die weitere Entwicklung des antragstellenden Unternehmens vornehmen, sondern lediglich die Einhaltung vergangenheitsbezogener Kriterien überprüfen, mit denen Betriebe ihre Antrags-berechtigung nachweisen.

So müssen Betriebe mindestens seit 01.01.2019 am Markt tätig sein und Umsätze gene-riert haben. Sie müssen ferner bescheinigen, über geordnete wirtschaftliche Verhältnisse zu verfügen, und sie dürfen zum 31.12.2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ge-wesen sein.

Dieses Mehr an Schnelligkeit gegenüber dem bisherigen KfW-Corona-Förderinstrumen-tarium macht sich in einem höheren Zinssatz bemerkbar (3 % p.a.). Allerdings ist der Schnellkredit auch auf eine längere Laufzeit (10 Jahre bei 2 tilgungsfreien Anlaufjahren) angelegt. Außerdem soll die Möglichkeit bestehen, noch während der Darlehenslaufzeit des Schnellkredites diesen dann in einen KfW-Kredit mit niedrigeren Zinssätzen (z.B. KfW-Unternehmerkredit) umzuwandeln, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Umgedreht ist dies nicht möglich. Wer aktuell also schon ein KfW-Darlehen mit 90% Haftungsfreistellung in Anspruch genommen hat, kann diesen nicht in einen Kredit mit 100% Haftungsfreistellung umwandeln.

Zusätzlich wurden auch Verbesserungen in den bestehenden Kredit-Programmen für Be-triebe mit bis zu 10 Mitarbeitern angekündigt. So sollen auch diese Programme mit einer verlängerten Laufzeit (10 Jahre) ausgestattet werden. Auf die Erstellung einer Fortfüh-rungsprognose sollen die Hausbanken künftig verzichten können. Und zusätzlich werden Regelungen angestrebt, durch die Hausbanken in die Lage versetzt werden, weniger Si-cherheiten in die Bücher nehmen zu müssen.

kostenfreier Bonitätsnachweis

Damit Unternehmen in der Corona-Krise an die von der Bundesregierung beschlossenen und von der staatlichen Förderbank KfW bereitgestellten Fördermittel kommen, müssen sie einen Antrag über ihre Hausbank stellen.
Eine Voraussetzung für die Bewilligung der Darlehen ist, dass das Unternehmen vor der Corona-Krise wirtschaftlich gesund war und jetzt nur wegen der Auswirkungen der Pandemie Kreditbedarf hat. Gleiches gilt für die von der Bundesregierung jüngst beschlossenen Schnellkredite.

Die Hausbanken müssen trotz der Ausnahmesituation vorschriftsmäßig prüfen, wie sich die individuelle Lage des Unternehmens derzeit darstellt und wie sie bis zum 31. Dezember 2019 war.

Creditreform bietet den Unternehmen kostenlos eine spezielle Auskunft an, mit der sie schnell und unkompliziert ihrem Kreditinstitut darlegen können, dass sie bis zu dem entscheidenden Stichtag 31. Dezember 2019 kreditwürdig waren. Dann nämlich besteht die Vermutung, dass ihr Kreditbedarf erst durch die Corona-Krise entstanden ist.

Unternehmen können die Auskunft ganz einfach und kostenfrei über www.creditreform.de bestellen. Innerhalb eines Tages wird die Auskunft verschickt
und kann den Antragsunterlagen beigelegt werden.

Hier gelangen Sie zur Internetseite: