Handwerkskammer, Innungen und Kreishandwerkerschaft fordern 3G-Regel für Friseur- und Kosmetikbetriebe im Land Bremen

Vor dem Hintergrund der gelockerten Regeln in Niedersachsen fordern die Handwerkskammer sowie die Friseur-Innung und die Kosmetiker-Innung Bremen unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft Bremen auch für den Zwei-Städte-Staat die Einführung der 3G-Regel für Friseure und Kosmetiker.

Hintergrund ist die Tatsache, dass der Einzelhandel in Bremen nun wieder für alle Kundinnen und Kunden geöffnet ist, während die Bremer Friseur- und Kosmetikbetriebe auch bei Warnstufe 3 die 2G-Regeln anwenden müssen. Für die Kolleginnen und Kollegen in Niedersachsen dagegen gilt schon seit Mitte Dezember die 3G-Regelung. „Aus unserer Sicht muss die Bremer Politik schnell darauf reagieren, um diese Wettbewerbsverzerrungen zu Ungunsten der Bremer Betriebe zu stoppen. In Bremen ist die Impfquote glücklicherweise sehr hoch, dennoch besteht die Gefahr, dass Bremer Betriebe aufgrund der unter-schiedlichen Regelungen Kunden ans Umland verlieren“, sagt Andreas Meyer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Bremen.

Stefan Schiebe, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bremen sowie der Friseur-Innung und der Kosmetiker-Innung: „Bremen schafft auch mit Blick auf Niedersachsen vernünftigerweise die 2G-Regel im Einzelhandel ab. Warum beim Friseur- und Kosmetikerhandwerk ein wettbewerbsverzerrender Unterschied bestehen bleiben sollte, ist nicht zu begründen. Friseure und Kosmetiker gehören zu den Branchen, die mit am stärksten unter den Folgen der Pandemie gelitten haben und noch immer leiden. Jetzt muss die Bremer Politik endlich dafür sorgen, dass sie durch unterschiedliche Regeln im Vergleich zu ihren Wettbewerbern in Niedersachsen nicht noch länger so stark belastet werden. Die Zahlen in anderen Bundesländern zeigen, dass die Umsetzung der 3G-Regelung bei körpernahen Dienstleistungen nicht zu einem signifikanten Anstieg der Infektionen geführt hat.“

Der Obermeister der Friseurinnung Bremen, Heiko Klumker, ergänzt: „Natürlich hat die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Beschäftigten für uns oberste Priorität. Wir halten uns an alle Regeln und haben lange auch alle Einschränkungen akzeptiert. Viele Betriebe kämpfen aktuell um ihre Existenz und müssen zusehen, wie zahlreiche Kundinnen und Kunden nach Niedersachsen abwandern, weil wir sie nicht bedienen dürfen. Und das, während gleichzeitig alle Beschränkungen für den Einzelhandel aufgehoben werden. Die jetzige Regelung begünstigt Betriebe, die sich nicht um die Regeln scheren und fördert Schwarzarbeit. Das ist insgesamt sehr frustrierend und wir sind sehr besorgt. Das können wir als Innung unseren Mitgliedern nicht nachvollziehbar erklären.“

10.02.2022

Oliver Brandt
Pressesprecher

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